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Trachselwald

Micha 6,8 II, 17. November

Werfen wir heute einen Blick auf den zweiten Punkt aus dem Dreigestirn von Micha 6, 8

Er hat dir kundgetan, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert: Nichts anderes als Recht zu üben und Güte zu lieben und in Einsicht mit deinem Gott zu gehen.

Jeden Tag eine gute Tat! So wurde uns bereits bei den jungen Pfadis der richtige Weg im Umgang mit unseren Mitmenschen aufgezeigt. Gutes tun erfüllt uns Menschen und gibt denen, die Gutes tun auch wieder etwas zurück. Das habe ich bereits als junger Knabe in die Tat umzusetzen versucht und dabei viele und schöne Erlebnisse und Begegnungen gehabt. Als Erwachsener elernte ich dann, dass ich mich dabei oft über das Guttun definierte und sich die Haltung bei mir einschliff: Du bist nur "ein Guter", wenn Du auch anderen Gutes tust. Da klingt mir Jesu Antwort an den reichen Jüngling in den Ohren, auf dessen Frage: "Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen?" "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, ausser Gott allein" (Mk 10,17-18pp)

Oder um es mit Paulus zu sagen: "Aus Gottes Gnade bin ich, was ich bin" Gutes tun setzte eine Opferbereitschaft voraus, ich opfere aber nicht mich selber auf, ich suche den Weg, der Gott für mich aufgezeigt hat und versuche diesen Weg in der Nachfolge seines Sohnes zu gehen.

"Isch guet?", frage ich manchmal, um mich in einer Situation zu versichern, ob alles in Ordnung ist. Ich frage Euch: "Isch guet?" Vielleicht denkt Ihr ja ganz anders über solche Dinge. Es würde mich freuen, von Euch darüber zu hören.